Das Trainingsprogramm (Download PDF)

Das Training wurde von Laura Fernandez und Hanna Linde, beide professionelle Klinik Clowns, aus der Praxis heraus entworfen.
Wir haben über viele Jahre (zusammen 48**) diese Arbeit getan und tun sie immer noch.
Wir sind der Auffassung, dass es kein „ausgelernt” geben kann. Das trifft auf das Leben als solches, aber im besonderen Masse hier zu: ein Klinik Clown muß sich immer wieder neu finden.
Es ist unser Anliegen, dem einen professionellen, individuellen und geschützten Raum zu geben.

Es richtet sich insbesondere an:
· Klinik Clowns, die ihre Basis überprüfen und vertiefen wollen.
· Clowns und Menschen mit Berufen im Bereich der darstellenden Künste,
 
die im Krankenhaus arbeiten wollen.
· Menschen mit Erfahrung in den darstellenden Künsten, die als Ziel haben,
  als Clown im Krankenhaus zu arbeiten.
· Menschen aus den heilenden Berufen, mit Vorkenntnissen im Bereich der darstellenden Künste   die Clowning und Humor in ihrem Arbeitsfeld anwenden wollen.

Das Programm ist aus fünf Modulen und einem Orientierungsworkshop aufgebaut.
Jedes Modul hat einen größeren praktischen und einen kleineren theoretischen Teil.
Maximale Teilnehmeranzahl sind 12 Personen.
Die Teilnahme an einzelnen Modulen ist nur im Ausnahmefall für erfahrene Klinik Clowns
und bei freien Plätzen möglich.

Orientierungsworkshop
Der drei Stunden Workshop dient einem spielerischen Kennenlernen und der Orientierung,
ob eine Absolvierung des Programms sinnvoll ist.

I Clownsgeburt
Wer ist mein Clown? Wie ist mein Clown?
Durch verschiedene Übungen werden wir authentische Antworten auf diese Kernfragen suchen.
Eine 5-Tage-Reise zur eigenen Kreativität und Leichtigkeit, an dessen Ende wir vielleicht
neu geboren sind: Nicht ich spiele einen „Clown“, sondern mein Clown spielt mich.
Im theoretischen Teil werden wir uns fragen:
Was ist das Ziel eines Krankenhausclowns - und was nicht?
Wie paßt der Clown ins Krankenhaus?
Was braucht er, um seine Arbeit gut tun zu können?

II Clown-Technik
Clowning ist pure Kommunikation, insbesondere wenn das Publikum so nahe kommt wie im Krankenhaus.
Voraussetzung dafür ist einerseits ein hohes Maß an Aufmerksamkeit, Vertrauen und Teamgeist. Andererseits geben Clown Techniken wie Status, Timing und Focus dem Spieler den Rahmen, innerhalb dessen er seinem Clown intuitiv alle spielerische Freiheit geben kann, auch in schwierigsten Situationen.
Beides durchdringt sich gegenseitig und wird unser Thema an diesem Wochenende sein.
Außerdem werden wir „Das Krankenhaus als Bühne” sowohl theoretisch als auch praktisch erforschen und uns die Frage stellen, inwiefern unser Publikum im Krankenhaus ein Besonderes ist und vor welche Herausforderungen es uns stellt.

III Improvisation und Individualität
Jeder Clown hat seinen eigenen Humor und besondere Fähigkeiten (technische, artistische, spielerische und soziale), die ihn einzigartig machen.
In Improvisationen werden wir diese aufspüren und zu Stärken machen, uns mit der Form von Routinen vertraut machen und alles bisher Gelernte anwenden.
Wir werden uns auch die Frage stellen, wer konkret unser Clown in der Klinik ist und uns unserem „Klinikclowncharacter” annähern.

IV Klinik Clown Visiten
In diesem Workshop werden wir die Klinik Clown Visite selbst im Blick haben: wie ist der Ablauf, welche verschiedenen Formen kann sie annehmen, wie kann ich meinen Partner unterstützen, wie Requisiten nutzen, wie im Spielfluß bleiben ...
Im theoretischen Teil werden wir fragen, was es bei der „Übergabe” im Krankenhaus und den unterschiedlichen Krankheiten und der Hygiene zu beachten gilt.

V Klinik Clown Doktorprüfung
An diesem verlängerten Wochenende wollen wir den Clowns den „letzten Schliff” geben: Kostüme und Make-up werden unter die Lupe genommen, entstandene Routinen „geputzt”.
Wir werden uns für besondere Aspekte Zeit nehmen, wie Musik und non-verbales Spielen, genauso wie für Fragen und Feedbacks, bevor alle Clowns „in die Freiheit” entlassen werden.


(**657000 Minuten)